Chronik des Posaunenchores

Chronik Posaunenchor Simmersbach

1911 Der Posaunenchor wurde im Herbst gegründet.

Die Gründungsmitglieder waren:

Pfarrer Wilhelm Rehberg als Chorleiter, Heinrich Clemens, August Klein, Wilhelm Speck, Reinhard Konrad, Reinhard Kuhn, Otto Theiß, Karl Rein, Erwin Geil, August Dietrich und Heinrich Jakobi („Baldasch”), der nach einer Ausbildung der erste Dirigent wurde. An Weihnachten lagen die ersten 10 Instrumente im Pfarrhaus bereit. Die Stimmen wurden wie folgt besetzt:

3 erste Stimmen, 3 zweite Stimmen, 2 Tenöre und 2 Baritonhörner.

1912 An Weihnachten war der erste öffentliche Auftritt in der Kirche mit Begleitung der Orgel.

1914 Chorleiter Pfarrer Rehberg verließ Simmersbach und trat die Pfarrstelle in Niederweidbach an. Das Pfarramt wurde vertretungsweise besetzt, bis Pfarrer Wilhelm Löw die Pfarrstelle übernahm. Der Saal in der alten Schule, der den Chören zur Verfügung stand, musste für einen anderen Gesangverein geräumt werden. Heinrich Jakobi („Baldasch”) stellte daraufhin einen Raum in seinem Haus für die Chöre (Gemischter Chor und Posaunenchor) zur Verfügung.

1915 Alle Arbeit der Chöre musste eingestellt werden, da die Männer und Jungen als Soldaten in den Kriegsdienst gerufen wurden.

1918 Ende des 1. Weltkrieges bestand kein Chor mehr und auch die Verbindung zwischen den Mitgliedern war kaum noch vorhanden.

1919 Pfarrer Löw bemühte sich um die Neubildung des Chores und berief Anfang Mai ein Treffen der Mitglieder ein. Die Wiederaufnahme der Arbeit mit den Chören wurde beschlossen und Karl Rein („Felde”) wurde neuer Dirigent.

1920 Im Sommer verließ Pfarrer Löw Simmersbach.

1921 Die Pfarrstelle wurde von Pfarrer Adolf Schulz besetzt, der sich des Posaunenchores annahm und für ihn warb, so dass die Zahl der Mitglieder wuchs und im Verlauf eines Jahres ca. 10 neue Hörner angeschafft werden konnten.

1933 Rudolf Müller („Rauhe”) wurde bis zum 2. Weltkrieg Chorleiter.
Seit 1944 wird er in Russland vermisst.

1940 Der Posaunenchor bestand nur noch aus 6 Bläsern, da der 2. Weltkrieg die meisten Bläser zum Militär holte.

1945 Eine Militärkapelle, die im Frühjahr im Vereinshaus einquartiert war, nahm 1 Tuba, 1 Helikon, 1 Bariton und 1 Zugposaune mit. Alle Nachforschungen blieben ohne Ergebnis, so dass der Chor bis März 1950 ohne Tiefbass war. In diesem Jahr wurden der Posaunenchor, so wie der Gemischte Chor zuerst von Herrn Beuerle, dann eine kurze Zeit von Reinhard Klein („Ansches”) und bis zum Ende des Jahres von Lehrer Friedrich geleitet.

1946 Aus den Fragebögen an den westdeutschen Jungmännerbund, heute CVJM, ist zu lesen:
„Februar 1946: wir sind soeben am Aufbau begriffen, da uns der Krieg böse Lücken geschlagen Hat.”
Den neu aufgebauten Posaunenchor übernahm Lehrer Kurt Unzner.

1947 Der Posaunenchor wuchs und bestand nun wieder aus 15 Bläsern, die zum Lobpreis Gottes spielten.

1953 Kurt Schwehn wurde Chorleiter.

1956 Karlheinz Heupel übernahm die Leitung des Posaunenchores.

1959 Im Januar wurde Manfred Heupel Chorleiter.

1961 In diesem Jahr am 23. April feierte der Posaunenchor sein 50-jähriges Jubiläum. Pfarrer Henrich hielt einen Rückblick auf die vergangenen Jahre und auch Reinhard Konrad, der noch zu den Gründungsmitgliedern gehörte, erinnerte an die alte Zeit. Außerdem hielten Lehrer Unzner, der frühere Ortspfarrer Stiehl und der Kreisvorsitzende des CVJM, Pfarrer Schäfer, eine Ansprache.

1978 Im Dezember diesen Jahres bestand der Posaunenchor aus 45 Bläsern und besaß 2 Tiefbässe, wie in der Chronik zu lesen ist.

1986 Unter der Losung: „Gebt unserem Gott die Ehre” feierte man am 26. und 27. April das 75-jährige Bestehen des Posaunenchores. Am Samstagabend gab es eine vereinsinterne Feierstunde im Vereinshaus, bei der ein Dia-Vortrag gezeigt wurde. Außerdem wurden an diesem Abend langjährige und treue Mitglieder geehrt. Die Predigt im Festgottesdienst am Sonntag hielt Pfarrer Dr. G. Lehmann über das Psalmwort: „Lobe den Herrn, meine Seele”.

1990 Seit dem 01.09. leitet Torsten Reh den Chor. Stellvertreter wird Klaus-Dieter Wagner.

1991 Der Posaunenchor feierte am 12. Mai sein 80-jähriges Jubiläum mit einem musikalisch umrahmten Gottesdienst.

1996 Anlässlich des 85-jährigen Bestehens fand ein Festgottesdienst in der Kirche mit anschließendem Mittagessen im ev. Vereinshaus statt.

2001 Das 90-jährige Bestehen wurde am 19.05. und 20.05. mit einem Erinnerungsabend und einem Festgottesdienst in der Kirche gefeiert.

2002 In diesem Jahr wurde das Philippsbuchenfest gefeiert. Die Philippsbuche wurde 450 Jahre alt. Vom 06.09. – 08.09. spielten und sangen verschiedene Chöre, es wurden Anspiele aufgeführt und am Sonntag gab es einen Festgottesdienst an der Philippsbuche. Viele Simmersbacher Vereine, wie auch der Posaunenchor, gestalteten das Wochenende mit und boten ein interessantes und abwechslungsreiches Festprogramm.

2008 In Leipzig fand vom 30.05. – 01.06. der Deutsche Evangelische Posaunentag unter dem Motto „OhrenBlickmal” statt, an dem auch der Simmersbacher Posaunenchor teilnahm. Es trafen sich etwa 16 000 Bläserinnen und Bläser, um gemeinsam zu musizieren.
Außerdem spielte der Posaunenchor in diesem Jahr auch beim Jubiläum der Feuerwehr, die ihr 100-jähriges Bestehen feierte.

2011 Der Posaunenchor hat 30 aktive Bläser.

 

Foto des Posaunenchores aus dem Jahre 1926

Das erste offizielle Foto des Posaunenchores stammt aus dem Jahre 1926. Der Chor hatte mittlerweile schon mehr als 20 Bläser. Auf dem Foto fehlen einige der Gründungsmitglieder, von hinten links nach vorne rechts:
Ludwig Klein, Hermann Klein, Oskar Kretz, Reinhard Wagner, Otto Clemens, Alfred Dintelmann, Fritz Rein, Heinrich Clemens, Alfred Roth, Erwin Clemens, Rudolf Müller, Reinhard Ciliox, Albrecht Geil, Reinhard Klein, Karl Rein, Karl Hermann Theis, Heinrich Clemens, Heinrich Jacobi, Adolf Schulz

Aufnahme Posaunenchor vor dem 2. Welkrieg (1938/1939)

Die Aufnahme muß noch vor dem 2. Welkrieg (1938/1939) bei einer Fahrt nach Hatzfeld (dem Heimatort von Frau Lotz, Frau des Lehrers Lotz) gemacht worden sein. Das Auto (LKW) gehörte Bäckersch

Ganz hinten (von links nach vorne rechts:
Otto Müller
(Kuhrtz), Emil Wagner (Hessels), Ludwig Klein (Raerschannams)
Davor, (von links nach vorne rechts:
Rudolf Müller (
Raue), Reinhard Ciliox (Lennes), Gerhard Beck (Luwiggs/Zorems), Fritz Rein (Velte), Karl Geil (Iwels), Heinrich Clemens (Raue) Erwin Clemens, Otto Schmidt, Reinhard Klein (Annsches), Karl Theis (Deiswoanersch), Karl Rein, Otto Klein, Heinrich Clemens, Karl Geil (Baickersch), Albrecht Geil, Johanna Lotz (Frau des Lehres Lotz), August Klein

Posaunenfest in Tringenstein

Hintere Reihe von links nach rechts:

Reinhard Klein (Annsches), Otto Müller, Karl Rein (Felde), Ludwig Klein (Raerschannams), Albrecht Geil, unbekannt, Elli Reh

Davor, von links nach rechts:

Reinhard Ciliox (Lennes), Albert Theiss, Karl Geil (Baickersch), unbekannt

Quelle Festschrift 100 Jahre Posauenchor Simmersbach, ergänzt durch Klaus Wagner (Hirde)

 

Teilen:

Chronik des Posaunenchores auf Facebook teilen
Chronik des Posaunenchores auf Twitter teilen
Chronik des Posaunenchores auf Google Plus teilen

n