Ordination von Pfarrer Lars Stephan

“Kuschelglaube” und “Pastorales Dreieck”
Veröffentlicht am 11. Januar 2016

Die zweijährige Vakanz für Simmersbach und Roth ist beendet: Pröpstin Annegret Puttkammer und Dekan Matthias Ullrich gratulieren Lars Stephan am Sonntag nach der Ordination. Die evangelischen Kirchengemeinden Simmersbach und Roth haben wieder einen Pfarrer: Nach zwei Jahren Vakanz ist Pfarrvikar Lars Stephan ins Simmersbacher Pfarrhaus eingezogen. Am Sonntag hat Pfarrerin Annegret Puttkammer, die Pröpstin für Nord-Nassau, den neuen Seelsorger in Roth ordiniert und ins Amt eingeführt.

Die zweijährige Vakanz für Simmersbach und Roth ist beendet: Pfarrvikar Lars Stephan mit Pröpstin Annegret Puttkammer und Dekan Matthias Ullrich im Kreise der Kirchenvorstände. Kurskollegen und Lehrpfarrerin Brigitte Hagen ist am Sonntag ordiniert worden. Da schon im Vorfeld klar war, dass die Kirche zu klein sein würde für den Andrang, war eine Liveübertragung des Gottesdienstes in Bild und Ton ins benachbarte Gemeindehaus vorbereitet worden. Die Gemeinde und die Gäste – auch eine starke Delegation aus dem Kirchspiel Fleisbach/Merkenbach war gekommen, wo Lars Stephan seine Vikariatszeit verbracht hatte – erlebten hier wie da einen vom Posaunenchor Simmersbach und dem Männergesangverein „Harmonie“ musikalisch festlich begleitete Feier, in deren Verlauf der Gladenbacher Dekan Matthias Ullrich von einem „Tag der Freude“ für das Dekanat und die beiden Kirchengemeinden“ sprach. Ausdrücklich dankte er den Kirchenvorständen für die intensive Vorarbeit und allen während der Vakanzzeit in der Gemeinde Engagierten für ihre Dienste.
Dekan Matthias Ullrich: “Tag der Freude“ für die Kirchengemeinden“

Pröpstin Puttkammer sprach über das „Pastorale Dreieck“ aus Gott, der Gemeinde und ihren MenschenDer Simmersbacher Posaunenchor unter der Leitung von Torsten Reh begleitete den Einführungsgottesdienst musikalisch und dem Pfarrer, bei dem es oft schwierig werden könne, die Ecken richtig auszutarieren. „In allen drei Ecken soll Liebe drin stecken“, gab sie dem aus Witten stammenden Seelsorger einen nostalgischen Posiealbum-Spruch mit auf den Weg: Das Dreieck befinde sich ziemlich sicher in gutem Gleichgewicht, wenn man eine liebende Grundhaltung gegenüber Gott und seiner Gemeinde einnehme und auch nicht vergesse, sich selbst zu lieben, sagte die Theologin.
Pfarrvikar predigt zu „hammerharten Forderungen“ Jesu

Jesus braucht Nachfolger, keine Mitläufer: Pfarrvikar Lars Stephan warnte vor „Kuschelglaube“ und „lauwarmem“ Christentum. Über die „hammerharten Forderungen“ Jesu, man müsse seine Eltern und seine ganze Familie hassen, wolle man denn sein Jünger sein, predigte nach seiner Einführung Lars Stephan. Der Predigttext des 5. Sonntags nach Trinitatis wolle nicht so recht zur Frohen Botschaft passen und höre sich völlig absurd an, gestand der junge Pfarrvikar ein. Es werde deutlich, dass Jesu Nachfolger suche und niemanden, der einfach hinterherlaufe, sagte Stephan. Die Nachfolge könne drastische Konsequenzen haben, wolle wohl bedacht sein und verändere unweigerlich das bisherige Leben. Auch wenn bei Matthäus die gleiche Passage sinngemäß so übersetzt sei, dass niemand Jünger Jesu sein könne, der die Eltern und die Familie mehr liebe als Christus, bedeute sie eine echte Herausforderung auch für heutige Christen: „Kuschelglauben“ und „lauwarmes“ Christentum jedenfalls seien mit dem Jesuswort ausgeschlossen, machte Lars Stephan bewusst.

Was im Konfirmanden-Unterricht vielleicht noch einfach sei, werde im Bus, in der Schule und im Freundeskreis schwierig, meinte er an die Jugendlichen gewandt: „Schaffen wir das?“ Er beziehe diese Frage auch auf sich selbst und habe sich oft gefragt, ob er ein Pfarramt übernehmen und zwei Gemeinden leiten werde können. Doch man könne darauf vertrauen, dass Gott jenen, die ihm nachfolgten, zur Seite stehe, auch wenn der Weg schwer sei. Gott helfe auch, wenn es darum gehe, glaubhaft Zeugnis abzulegen.
Hunderte wollen Pfarrvikar Lars Stephan willkommen heißen

Auch das Dorfgemeinschaftshaus in Roth erwies sich als zu klein für die Schar derer, die den neuen Pfarrer willkommen heißen wollten: Auch das Dorfgemeinschaftshaus in Roth erwies sich als zu klein für die Schar derer, die den neuen Pfarrer willkommen heißen wollten. Die draußen aufgestellten Sitzgarnituren wurden entsprechend rege genutzt. Per Lautsprecheranlage konnte auch dort der Reigen der Grußworte miterlebt werden, den Pfarrer Dr. Horst Hoffmann aus Witten eröffnete. Dekanatsjugendpfarrer Stefan Föstel, -jugendreferent Klaus Grübener,Der MGV “Harmonie” lockerte beim Empfang den Reigen der Grußworte musikalisch auf. Der Lixfelder Pfarrer Christian Krüger, dessen Kollege Wieland Schäfer aus Eibelshausen sowie Matthias Ullrich als Vertreter des Dekanatssynodalvorstands begrüßten den neuen Kollegen ebenso wie der Eschenburger Bürgermeister Götz Konrad. Außerdem hießen Vertreter des CVJM und des Gemeinschaftsvereins Simmersbach sowie der FeG Lars Stephan willkommen. Begrüßungsworte sprachen auch Vertreter der beiden Kirchenvorstände um Anne Muhm (Roth) und Klaus-Dieter Theis (Simmerbach) und der Grundschule Simmersbach.

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