GÜT – Bessere Betreuung der KiTas

Seit 100 Tagen ist Jochen Schüler Geschäftsführer für 14 Kindertagesstätten im Dekanat

Sein Hauptarbeitsmittel ist das Telefon: Denn Jochen Schüler ist seit 100 Tagen Geschäftsführer für 14 Kindertagesstätten in der Region, die in kirchlicher Trägerschaft sind. Ziel dieser neuen Funktionsstelle im Dekanat an der Dill ist die fachkundige Betreuung der Einrichtungen, die Entlastung der Kirchenvorstände und die Abstimmung mit den Kommunen. 

Verantwortlich zu sein für rund 250 Mitarbeitende und über 700 Kinder – das ist eine tägliche Herausforderung. „Morgens steht meist das Telefon nicht still“, sagt Jochen Schüler, der seit November 2018 im Haus der Diakonie in Herborn das GÜT-Büro bezogen hat. GÜT steht für Gemeinde-übergreifende Trägerschaft. „Dahinter steht die Idee, angesichts der steigenden Komplexität von Arbeitsrecht und KiTa-Gesetzgebung die Kirchenvorstände vor Ort zu entlasten und unseren Mitarbeitenden einen kompetenten Ansprechpartner zur Seite zu stellen“, erklärt Jochen Schüler.

Für den 47jährigen Vater von drei Teenagern ist die KiTa-Arbeit im Dekanat mehr als ein Job. „Ich war davor schon einige Jahre bei der Stadt Haiger als Fachbereichsleiter zuständig für die Kitas, die in kommunaler Trägerschaft sind.“ Im neuen Tätigkeitsbereich komme noch die kirchliche Komponente dazu, was dem langjährigen Kirchenvorstand aus Haiger vertraut und wichtig ist.

Menschen für die Arbeit mit Kindern begeistern

Eine besondere Herausforderung für die nächsten Jahre sieht Schüler in der Gewinnung neuer Erzieherinnen und Erzieher. „Denn aufgrund der leicht steigenden Geburtenzahlen, der zunehmenden Betreuung von Kindern unter drei Jahren und der Integrationsnotwendigkeiten von Kindern wächst der Personalbedarf kontinuierlich.“ Daher sei ein Ziel, mehr Praktikums- und Ausbildungsmöglichkeiten in „seinen“ Kitas anzubieten und in Ausbildungsstätten Menschen für die Arbeit mit Kindern im Dekanat zu begeistern.

Darüber hinaus will sich Jochen Schüler in seinem ersten Arbeitsjahr als Ansprechpartner für Kommunen und die KiTa-Leitungen etablieren. „Ich setze mich dafür ein, eine gute KiTa-Arbeit zu ermöglichen und Freiräume zu schaffen, dass sich unsere Mitarbeitenden noch besser um die uns anvertrauten Kinder kümmern können.“ Manchmal reiche es einfach schon, am Telefon sich die Sorgen anzuhören und gemeinsam nach einer guten Lösung zu suchen.

„Die Arbeit wird sicher nicht langweilig, denn neben Personalführung geht es auch um die Begleitung größerer Anschaffungen in den KiTas.“ Außerdem sei damit zu rechnen, dass weitere Einrichtungen sich der GÜT des Dekanats anschließen werden.

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