Hausandacht Ostersonntag 2020

Hausandacht

Feier des Osterfestes

(Auferstehung von Jesus) 2020

in Eschenburg und Dietzhölztal

Hinweise

  • Am Ostersonntag, April 2020, läuten um 10:00 Uhr für fünf Minuten alle Glocken der Evangelischen Kirchen in Eschenburg und Dietzhölztal (Ev. Dekanat der Dill): Eibelshausen, Eiershausen, Ewersbach, Hirzenhain / Dorf und Bahnhof (ev. + kath.), Mandeln, Ritterhausen, Simmersbach, Steinbrücken und Wissenbach.
  • Im Kreis zuhause können die Texte mit verteilten Rollen gesprochen werden.
  • Sie können an besagter Stelle während der Andacht die kleine(n) Osterkerze(n) oder eine eigene Kerze anzünden.

Eingang / Einführung / Sammlung


Wir gehen an diesem Osterfest 2020 miteinander Wege
von der Dunkelheit ins Licht,
vom Tod ins Leben,

von der Traurigkeit zur Freude,
von der Bedrängnis in die Freiheit,
von Angst zur Hoffnung,
aus Kälte und Erstarrung
in Wärme und Gemeinschaft.

Wir feiern diese Andacht
am Festtag der Auferstehung unseres HERRN
im Namen des dreieinigen Gottes –
des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
– Amen.

Es ist dunkel, dunkel und still,
so still, wie es in unserer sonst so lauten Welt eben sein kann.

– Zeit der Stille.

Es ist dunkel,
so dunkel wie an jenem Abend im Garten Gethsemane,
vor seiner Festnahme und seinem kurzen Prozess.
Als Jesus zu seinem Vater flehte,
vor Verzweiflung Blut schwitzte
und seine Jünger inständig bat:

Bittruf: EG 789.2 / GL 286 / EmK 202
Bleibet hier und wachet mit mir. Wachet und betet!

Es ist dunkel, so dunkel wie an jenem Freitag,
an dem mitten am Tag
die Sonne ihren hellen Schein verlor
und sich Finsternis über die Welt legte.
Als alle Welt mit dem Gottessohn ihren Spott trieb
und er vor seinem Tod am Kreuz bat:

Bleibet hier und wachet mit mir. Wachet und betet!

 


Lesungen (1. Mose 1,1-2,2) und Gebete


Es ist dunkel und still, wie es dunkel und still gewesen sein mag,
bevor alles begonnen hat,
bevor Gott sein schöpferisches Wort gesprochen hat.
Wir gehen an diesem Morgen zurück bis zum Anfang.

 

Erzähler Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer. Finsternis lag über der Urflut und der Gottes Geist schwebte über dem Wasser. Und Gott sprach:
Gott Es werde Licht.
Erzähler Und es wurde Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis; und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. So rief Gott durch sein Wort alles ins Leben.
Erzähler Dann sprach Gott:
Gott Lasst uns Menschen machen, ein Bild das uns gleich sei. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, die Vögel des Himmels, die Landtiere und über die ganze Erde.
Erzähler Gott schuf den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen:
Gott Seid fruchtbar, und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch, und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen. Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen. Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung.
Erzähler So geschah es. – Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.

Gebet
Ewiger und allmächtiger Gott.
Du hast die Welt und alles geschaffen,
das Licht in der Finsternis scheinen lassen,
aus dem Chaos eine Ordnung gestaltet und Leben erweckt.
Was du gemacht hast, ist gut und gesegnet.
Wir können nur staunen,
dir danken, dich loben und anbeten.

    Guter Gott.
    Du hast uns Menschen
    mit der Bewahrung der Schöpfung beauftragt.
    Lass uns wahrhaftig sein, leite uns,
    damit wir liebevoll miteinander,
    verantwortlich mit deinen Gaben
    und unserer Freiheit umgehen.
    Durch deinen Geist schaffe uns neu.

Gnädiger Gott.
Du hast Israel aus der Knechtschaft erlöst
und in die Freiheit geführt.
Du erhältst dein Volk durch die Zeiten hindurch.
Rette auch uns aus unseren Zwängen und Gefängnissen.
Führe uns durch Christus zur Freiheit
und zur Gemeinschaft mit dir.

    Treuer Gott.
    Du bist unser Erlöser und Retter.
    Wenn Unrecht und Gewalt uns jagen,
    stelle dich zwischen sie und uns.
    Wenn uns Wege versperrt sind,
    lass uns nicht starren auf das,
    was uns Angst macht.
    Wenn Wogen der Not und Sorge uns bedrohen,
    dann hilf uns hindurch.
    Wenn unser Vertrauen ins Wanken kommt,
    dann gib uns einen festen Grund.

Amen.


Verkündigung (mit verteilten Rollen) und Lichtfeier


3 Personen: Maria aus Magdala, Salome und Maria, Mutter des Jakobus

Maria Es waren dunkle Tage. Ich fand keinen Trost, nirgendwo. Ging hin und her. Legte mich nieder und stand auf. Starrte ins Leere und sprach Gebete. Doch keine Ruhe, kein Trost, nirgendwo.
Salome Du musst etwas essen. Komm!
Maria Lass mich.
Salome Maria! Bitte!
Maria Maria. Maria Magdalena. Maria aus Magdala. So kennt ihr mich. Eine Sünderin soll ich gewesen sein, wird erzählt. Eine Prostituierte. Das ist nicht wahr! Andere sagen: Ich sei unheilbar krank gewesen. Doch Jesus habe mich geheilt, sieben böse Geister bei mir ausgetrieben. Ja, er hat tatsächlich etwas ausgetrieben. Die Dämonen der Angst, Abwehr, Ablehnung, der Sorgen und Schmerzen, der Schuld und Scham, des Scheiterns.

Die siebenfache, totale Leere in meinem Herzen. Wer kennt sie nicht? Jesus hat mein Herz vollkommen gefüllt, mich erfüllt – mit Liebe, Freude, Friede, Geduld, Güte, Treue, Sanftmut.

Maria, Mutter des Jakobus Du denkst an ihn?
Maria An wen soll ich sonst denken?
Maria, Mutter des Jakobus Quäl dich nicht so. Du kannst es nicht ändern.
Maria Ich weiß…

Jeschua. Jesus. Freund, der mir lieb war. Lehrer, Messias, auf den ich gehofft hatte. Wieder und wieder drängen sich die Bilder der letzten Tage vor Augen. Soldaten verhaften ihn. Die Menschenmenge fordert seinen Tod. Der römische Statthalter verurteilt ihn. Schergen schlagen ihn ans Kreuz. Ich war bei ihm, als er starb.
Dann nahmen wir seinen Körper vom Kreuz. Wickelten ihn in ein Leinentuch und brachten ihn in eine Grabhöhle – unter Tränen. Wie blind tasteten wir die Wege entlang, stolperten am helllichten Tag. Denn Jesus, den Gott zur Rettung auf die Erde gesandt hat, ist tot.

Lesung (Osterevangelium): Markus 16,1-8 (Jesu Auferstehung)
Nur wenn wir die Macht des Todes ermessen und die Dunkelheit durchmessen, bekommen wir eine Ahnung von dem Geheimnis, das uns in der Auferstehung geschenkt wird.


Lesungen (1. Mose 1,1-2,2) und Gebete


Es ist dunkel und still, wie es dunkel und still gewesen sein mag,
bevor alles begonnen hat,
bevor Gott sein schöpferisches Wort gesprochen hat.
Wir gehen an diesem Morgen zurück bis zum Anfang.

Erzähler Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer. Finsternis lag über der Urflut und der Gottes Geist schwebte über dem Wasser. Und Gott sprach:
Gott Es werde Licht.
Erzähler Und es wurde Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis; und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. So rief Gott durch sein Wort alles ins Leben.
Erzähler Dann sprach Gott:
Gott Lasst uns Menschen machen, ein Bild das uns gleich sei. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, die Vögel des Himmels, die Landtiere und über die ganze Erde.
Erzähler Gott schuf den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen:
Gott Seid fruchtbar, und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch, und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen. Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen. Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung.
Erzähler So geschah es. – Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.

Marias Erinnerung
Ich werde nie verstehen, was damals geschah. Der Stein war fortgerollt, das Grab leer. Nur das Leinentuch lag noch da. Und mir schien, als wäre dort – ein Engel. Wir waren wie Träumende. Stellten wir uns das nur vor? War es Wunschdenken oder ein Wunder? Mir schien, eine Mauer sei durchbrochen. Und durch die Ritzen brach Licht. Der Engel stand an der Pforte des Todes und rief uns in ein neues Leben. – Nie vergessen werde ich seine Botschaft: Jesus ist nicht hier. Er lebt. Gott hat ihn vom Tod auferweckt. Geht nur voraus. Ihr werdet ihn sehen.

Ostergruß und Entzünden der kleinen Osterkerzen
Die Teilnehmenden sprechen einander zu oder sagen für sich:

Der Herr ist auferstanden.
           – Er ist wahrhaftig auferstanden.

Osterruf (singen oder lesen): EG 548 / EmK 226
                       Der Herr ist auferstanden!
                  Er ist wahrhaftig auferstanden!
                         Halleluja, Halleluja!

Osterlied (singen oder lesen): EG 99 / GL 318 / EmK 225

Christ ist erstanden von der Marter alle.
Des soll‘n wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein.
Kyrieleis.
    Wär‘ er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen.
    Seit dass er erstanden ist, so lob‘n wir den Vater Jesu Christ.
    Kyrieleis.
Halleluja, Halleluja, Halleluja!
Des soll‘n wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein.
Kyrieleis.

Glaubensbekenntnis: EG 804
Als Christen sind wir nicht auf uns allein gestellt.
Wir sind verbunden mit Jesus Christus.
– Glaubensbekenntnis.


Dank- und Fürbittengebet / Sendung / Segen


Dreieiniger, guter Gott.
Du lässt deine Welt heute erstrahlen
im Licht der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus.
Erwecke uns zu neuem Leben und schenke uns deinen Geist,
dass wir auf dich hoffen, dir vertrauen, dich lieben und ehren.

 

Du kennst die Not, Angst und Sorgen, die wir haben.
Hilf uns teilen und tragen, was du uns auferlegst.
Gib uns Mut und Kraft, Geduld und Treue,
dass wir einander stützen, stärken und beistehen.
Lass uns erfahren, dass wir mit dir selbst auf dem Weg sind.

Sei bei den Pflegekräften, Ärztinnen und Ärzten,
den Mitarbeitenden im Gesundheitswesen,
Rettungskräften und Polizisten,
allen, die uns mit Lebensmitteln versorgen,
die das öffentliche Leben aufrecht erhalten,
besondere Verantwortung tragen
und schwerwiegende Entscheidungen treffen müssen.

Hüte deine Kranken, lass deine Müden ruhen,
segne deine Sterbenden, tröste deine Leidenden,
erbarme dich deiner Traurigen, sei bei deinen Verzagten.

In der Stille können wir Gott unsere Anliegen sagen:
– Stilles Gebet.

Wir beten weiter mit den Worten, die Jesus uns geschenkt hat:
– Vater unser

Wir gehen hinein in die Osterzeit,
dem Leben und der Freude mit Jesus entgegen,
im Frieden und als Gesegnete Gottes:

Der HERR segne dich und behüte dich;
der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig;
der HERR hebe sein Angesicht über dich
und gebe dir Frieden.

Amen.

 

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