Taizé – Gebet stellt sich vor…

Im April haben wir es nun ein erstes Mal ausprobiert. Mit Tüchern und vielen Kerzen haben wir den Altarraum unserer Kirche geschmückt. Sieben neu gelernte Gesänge aus Taizé erfüllten die Kirche.
Viele positive Stimmen haben uns erreicht und einige Vorschläge, die wir als gut und hilfreich empfinden.
Das Taizé Gebet
soll im nächsten Jahr ein fester Bestandteil unseres Gemeindelebens werden
und möglichst viele
Menschen aus unserem Dorf sollen sich gut und aufgehoben fühlen können . Kirchenvorstand und  Vorbereitungsteam freuen sich über jede Beteiligung an dieser Gottesdienstform.

Der Ablauf
In unserem Ev. Gesangbuch ist ein Taizé Gebet mit den entsprechenden Gesängen abgedruckt: EG ab Nr.789. Der Ablauf ist mit den Gebeten in Taizé fast identisch.
Nach der Begrüßung beginnen wir mit dem Votum und dem Eingangsspruch. Psalmen, eine Schriftlesung aus der Bibel und eine Lesung zu einem bestimmten Thema haben ihren festen Platz, ebenso eine Zeit der Stille, Fürbitte, Vater Unser und zum Schluss ein Segenswort. Dazwischen singen wir 7-8 Gesänge aus Taizé. Diese Gesänge werden weltweit gesungen in vielen verschiedenen Sprachen. Wir singen sie deutsch und lateinisch.

Bruder (Frère) Alois, der derzeitige Leiter der Kommunität Taizé:
„Diese Art des Betens kommt aus der großen Tradition der Kirche und geht wieder in das Gebet der Kirche ein, das in seiner Tiefe keinem Menschen fern und fremd bleiben muss.“

Die Gesänge aus Taizé
Sie sind der Dreh- und Angelpunkt. Bruder (Frère) Rocher, der Begründer der Kommunität Taizé, sagt dazu:
„Nichts führt in innigere Gemeinsaft mit dem lebendigen Gott als ein ruhiges gemeinsames Gebet, das seine höchste Entfaltung in lang anhaltenden Gesängen findet, die danach, wenn man wieder allein ist, in der Stille des Herzens weiterklingen.“
„Mit Gesängen beten ist eine wesentliche Form der Suche nach Gott. Kurze, stets wiederholte Gesänge schaffen eine Atmosphäre, in der man gesammelt beten kann.
Der oftmals wiederholte, aus wenigen Worten bestehende Grundgedanke prägt sich allmählich tief ein.“

Bruder Alois spricht davon, dass diese Haltung des Singens geprägt ist von Zurückhaltung und Ehrfurcht. Es ginge nicht darum, sich selbst vor anderen darzustellen oder zur Geltung bringen zu wollen.

Wie sollen wir also singen?
Gesänge aus Taizé wollen mit Zurückhaltung gesungen werden, leise und möglichst ohne Anstrengung. Sie wollen uns tragen – wir dürfen uns hinein fallen lassen.
Die Gesänge sind bereits Gebet. Es sind meistens Verse aus der Heiligen Schrift, oft Psalmworte, mit denen wir Gott loben.

Ein Bild mag den Unterschied zu unseren gewohnten Kirchenliedern verdeutlichen: Bei einem Paul-Gerhardt-Choral beschreiten wir einen Weg und kommen mit der letzten Strophe meistens „im Himmel“ an. Bei Taizégesängen umkreisen wir leise eine Wahrheit und singen sie uns ins Herz. Beide Arten haben ihre Berechtigung. Beide Arten bereichern unseren Glauben.

Euer Taizé-Team
Christiane Weigel-Pfeifer, Suse Lindner, Ingrid Reh, Sigrid Petersohn und Heike Müller

Text: Heike Müller

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